Feine Küche zum Valentinstag: Gutshof Hauber

Auch wenn es irgendwie schnulzig ist, gerade am Valentinstag seine Liebste oder seinen Liebsten zum Essen auszuführen, habe ich es trotzdem getan. Und dem besonderen Tag geschuldet, war diesesmal die „Feine Küche“ das Objekt der Begierde.

Gutshof Hauber
Wehlener Straße 62
01279 Dresden
Tel: (0351) 2 54 66 – 0
www.hotel-gutshof-hauber.de

Also sich in den feinen Zwirn gehüllt und ab zum Gutshof, der sich gerade mal 15 Minuten entfernt von Dresdner Zentrum befindet. Beim Betreten des Lokals eilt dem Gast prompt ein Kellner entgegen, dem man ganz nett sagt: „Wir haben bestellt.“ Und da die vorherige telefonische Ankündigung unseres Erscheines gut dokumentiert auf der Reservierliste des Kellners vermerkt war, wurde man auch zugleich mit den Worten: “ Ah ja, Sie genießen heute das Valentinsmenue.“ an seinen Tisch geleitet. Die Tische wurden extra für den Tag der Liebe für zwei Personen ausgerichtet und liebevoll mit einer passenden Tischdeko ausgestattet. Kerzenschein, die Zweisamkeit am Tisch und ein warmes Umgebungslicht tauchten den Raum in die für den Valentinstag nötige romantische Stimmung. Also eigentlich alles perfekt, wäre nicht mein Blick mal zur Decke und den Lampenschirmen geirrt. Die wurden dem 3 Sternehotel und dem ambitionierten Restaurant nicht wirklich gerecht, da sich im Schirm der Lampe eine Art Insektenfriedhof befand. Das gleißende Licht ließ die Konturen der verstorbenen Kreaturen wirklich gut zur Geltung kommen. Und da der Valentinstag ja bekanntlich am 14. Februar 2008 ist, Insekten aber seit Ende des Sommer 2007 nicht mehr wirklich ihr Unwesen treiben, frage ich mich: Wie lange wurden diese Lampen nicht mehr gesäubert. Auf Grund dieses Zustandes gibt es für das Ambiente nur 6 Punkte. Ohne den Friedhof über den Köpfen der Gäste hätte es eine glatte 9 gegeben! Erfreulicher war der Service. Neben dem freundlichen Empfang waren die Servicekräfte überaus freundlich und kompetent. Überraschend war, dass die Bedienung durchweg sehr jung (schätzungsweise 20 Jahre) war. Sie legten die für ein feines Restaurant nötige Contenace an den Tag ohne dabei zu steif zu wirken. Wie schon in anderen Restaurants fiel mir auch beim Gutshof eine Unart negativ auf. Nachdem Gäste ihren Tisch geräumt hatten, wurde dieser prompt mit dem Frühstücksgedeck für den nächsten Morgen eingekleidet. Ich verstehe einfach nicht, warum man dies nicht machen kann, nachdem alle Gäste aus dem Restaurant sind. Das Gewerkel am Nebentisch hat in meinen Augen immer den Charakter eines „Rausschmeissers“, wie er häufig in Clubs und Diskotheken zu finden ist. Trotzdem bekommt der Service von mir 8,5 Punkte auf der GutscHiLLA-Skala. Nicht zuletzt, weil die Neueindeck-Aktionen des Personals, aus arbeitstechnischen Gründen (Zeitersparnis) verständlich sind. Nun zu den Speisen. Das Valentinsmenue wurde als ein besonderes Spezial angekündigt. Alle Speisen sollten Schokolade enthalten!!! Wenn ich ehrlich bin, fielen mir im Vorfeld nicht wirklich 4 Menues ein, die man mit dem süßen braunen Zeug verbinden kann. Aber der Chefkoch Thomas Hänsel legte ein 4 Gänge Menue auf die Karte, bei dem jedes einzelne Gericht bestens mit Schoki zusammen passte:

Kleines Salatallerlei mit Streifen von der geräucherten Entenbrust in Balsamico – Schokoladendressing

***

Cremésüppchen von Topinambur und weißer Schokolade

***

Maispoulardenbrust „Supremè“ in Schokoladen – Chillisoße, Pfannengemüse aus Aubergine, Tomate und Zucchini dazu Cuorelli vitello

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Schokoladenvariation in Schwarz & Weiß

Und ich sag nur lecker, köstlich und vorzüglich. Aber zwei Kritikpunkte hat auch diese Kreation. Das Salatallerlei ist etwas gewöhnungsbedürftig und meinem gut-bürgerlichen Gaumen nicht ganz so zuträglich. Irgendwie erinnerte mich das servierte Grün an Wiesenkräuter, soll heißen, es schmeckte ein wenig nach Gras. Aber das ist natürlich Geschmackssache und kann der Küche nicht angekreidet werden. Kritikpunkt Nummer 2 ist in meinen Augen das Dessert. Das Eis war zwar sehr köstlich, aber scheinbar Tiefkühlkost a la Bofrost. Ich hätte mir lieber Eis vom Italiener um die Ecke gewünscht. Nichts desto trotz erhält die Kochkunst und die servierten Getränke eine 8,5. Preislich liegt der Gutshof Hauber in einem gesunden Mittelfeld. Das Valentins-Schoko-Menue für zwei Personen gabs für 39 €, was ein fairer Preis ist (8 Punkte). 

Gutshof Hauber

Summasumarum ist der Gutshof Hauber immer einen Besuch wert. Für Sparfüchse empfehlen sich die besonderen Angebote (wie das Valentins-Spezial), die regelmäßig in der PluSZ (Beilage der Sächsischen Zeitung) beworben werden. Außerdem ist im Augusto-Magazin (dem Gastronomieführer für Dresden und Umgebung) ein Gutschein für den Gutshof zu finden (2 Essen zum Preis von 1).

Mit Genuss sparen: Das Gutschilla-Sonderangebot

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3 Responses to Feine Küche zum Valentinstag: Gutshof Hauber

  1. Nick Olds sagt:

    I should probably learn German if I’m going to read this, aren’t I?

  2. You may try this link 🙂

    Fine cuisine on Valentine’s Day

    What an awful translation. Sorry Nick, I guess you have to learn german 🙂

  3. XXX sagt:

    Kein Wunder, dass die Bedienung sehr jung ist – fast alles Azubis oder Praktikanten der HOGA Hotelfachschule……………..
    In diesem Hotel gibt es nur 2 Facharbeiter, was die Gewinnspanne des Besitzers enorm vergrößert…..!!!!!!!!!!!!!!!

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