Fußball zum Wegsehen

Das war sie nun, die Elite des deutschen Fußballs. Bereits gestern krampfte sich die Mannschaft von Schalke 04 durch das Rückspiel im Championsleague-Viertelfinale. Der Gegner (FC Barcelona) sah spielerisch nicht wirklich gut aus, aber Schalke hat es wirklich noch schlimmer hingekriegt. Ein Spiel zum Verzweifeln, bei dem man sich gelegentlich fragte, warum man sich das eigentlich antut. Kaum zu glauben, dass diese Vereine in ihren Ligen so weit oben zu finden sind. Interessant war ja auch die Berichterstattung. Wenn man das Spiel nicht gesehen hätte, hätte man bei manchen Berichten den Eindruck bekommen können, dass allein das Glück abwesend war. Als „Augenzeuge“ könnte einen allerdings fast der Verdacht beschleichen, man wollte einfach nicht spielen, nicht gewinnen.

Und nun der Tragödie zweiter Teil (UEFA-Pokal Viertelfinal-Rückspiele). Dass es für Bayer Leverkusen kein Wunder in Petersburg gab, war ja eigentlich schon zu erwarten gewesen (ein 1:0 Sieg reichte nicht). Dass sich der FC Bayern allerdings so schwer tut, ist unverständlich. Seit der 5. Minute spielt der FC Getafe in Unterzahl, man merkt es allerdings nicht. Die Münchner haben Probleme, den Ball in die Spitze zu bringen. Dass Ribéry in der 89. Minute noch den Ausgleich erzielt und die Verlängerung einleitet, grenzt an ein Wunder. Aber es kommt ja noch schlimmer. 3:1 Rückstand gleich zu Beginn der Verlängerung. Aber wie auch immer es geschah, auch dieser Rückstand kann noch ausgeglichen werden. Und Kahn kann jubeln. Mit gutem Fußball hatte das heute aber wieder nichts zu tun. Als schon-so-gut-wie als deutscher Meister gefeierte Mannschaft sollte man aber mehr zu bieten haben.

Nun freuen wir uns, dass Deutschland noch im internationalen Vereinswettbewerb vertreten ist und wünschen uns für das Halbfinale ein ansehnlicheres Spiel.

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2 Responses to Fußball zum Wegsehen

  1. Mossi sagt:

    Ich kann da nur einen Kommentator frei zitieren, bei welchem Spiel weiss ich leider nicht mehr genau. Seine Aussage klang ungefähr so:
    Heute hat [deutsche Clubmannschaft] sehr viel Pech im Abschluss, da alle Schüsse genau auf den Torwart gehen.
    Die Richtung des Schusses ist demnach ein Ergebnis komplizierter Algorithmen zur Erzeugung von Zufallsvektoren.
    So ein Pech!

  2. Simon sagt:

    Ich hab so Mitte der ersten Halbzeit gemerkt, dass ich einfach nicht für Bayern sein kann, deutsche Mannschaft im internationalen Wettbewerb hin oder her… Und dass Getafe nach so einem Kampf nicht weiter kommt und der „Bayern-Dusel“ jetzt auch international zur Geltung kommt, wurmt mich schon gewaltig.
    Großartig auch der Wurst-Uli nach dem Spiel: „…wir feiern jetzt erstmal unseren Sieg…“. Sieg???

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