Brunch im Königshof Dresden, der zweite

Um das weihnachtliche Schlemmen komplett zu machen, stand in diesem Jahr der Weihnachtsbrunch im Four Points Hotel Königshof zu Dresden auf dem Programm. Da die bisherigen Erfahrungen gut ausgefallen sind, waren die Erwartungen entsprechend hoch. Um den Gesamteindruck vorweg zu nehmen: Diesmal war es nicht mehr ganz so schön. Aber nun zu den Details.

Der Brunch findet im Ballsaal des Hauses statt. Dieser denkmalgeschützte Saal im Stil der Neorenaissance aus dem Jahr 1888 ist ein architektonisches Kleinod. Die sehr gut restaurierten Fresken und Stuckarbeiten schmücken den Saal und seine Bühne. Von dort erklingt live gespielte Pianomusik, die zur netten Amosphäre beiträgt. Die Tischdeko mit großen Kandelabern ist der Jahreszeit entsprechend weihnachtlich gehalten. Nachteilig für die Atmosphäre sind allerdings die großen Tische. An einem runden Tisch für acht bis zehn Personen ist die Konversation leicht eingeschränkt. Da man, falls man nicht gleich acht bis zehn Personen dabei hat, zu Fremden platziert wird, ist die Gemütlichkeit eigentlich vollends hin. Für größere Familien allerdings geeignet. Insgesamt reicht es zu 7 von 10 Punkten.

Das Büffet ist im Nebenraum aufgebaut. Im Gegensatz zu dem vor gut einem Jahr getesteten Brunch dieser Lokalität wurde der Schwerpunkt auf Mittagsgerichte gelegt. Das Frühstücksangebot fällt mit Wurst- und Schnittkäseplatten, Pasteten, Baguette oder Müsli mit Joghurt eher mager aus. Wer auf sein Frühstücksei nicht verzichten will, ist hier leider falsch aufgehoben. Über Salat und Antipasti kommt man recht schnell zu den warmen Gerichten. Diese sind allerdings sehr umfangreich. Zwei Suppen stehen bereit, in diesem Falle sächsische Kartoffelsuppe oder Tomaten-Consommé. Pasta mit Tomatensoße. Gänsebraten, Hirsch, Lachs oder Lamm (?), dazu Knödel oder Kartoffeln und junges Gemüse oder Rotkohl. Insgesamt alles sehr schmackhaft. Zum Nachtisch steht neben Obst und Stollen (von dem man leider zu Weihnachten kaum noch ein Stück anrühren kann) diverser Kuchen bereit. Wer beim Brunch gerne auch mal Pudding oder Mousse genießt, findet leider nichts dergleichen. Insgesamt alles solide Handwerkskunst (8 Punkte).

Das Schlemmen ist mit 21€ pro Person im Vergleich zu anderen Angeboten recht teuer. Im Preis inbegriffen sind der Begrüßungssekt bzw. -orangensaft, Tee und Kaffee. Leider wird man darauf vorher nicht hingewiesen. Andere Getränke von der Karte sind preislich mittelmäßig (zum Beispiel: Cappuccino 2,50€). (4 Punkte)

Beim Essen fühlt man sich gut umsorgt. Das freundliche, ja herzliche Personal lässt niemanden auf dem Trockenen sitzen. Auch die leeren Teller werden prompt entfernt, um Platz für Nachschub zu schaffen. Die persönliche Servicekraft nahm es mit Humor, als sie die Rechnung mehrmals überarbeiten musste. Zunächst war der Brunch-Preis nicht mit aufgeführt, was ihr sofort aufgrund der geringen Summe auffiel, dann fehlten noch Getränke, worauf dann der ehrliche Kunde hinweist. Zum Service gehört auch das Küchenpersonal, das am Büffet stetig für Nachschub sorgt und bei Fragen zum Speisenangebot zu Hilfe eilt. Der Wohlfühlservice bekommt 9 Punkte.

Insgesamt ist die Flat-Rate-Schlemmerei eine angenehme Angelegenheit, wobei wohl eher für den dickeren Geldbeutel geeignet. Die Gesamtnote (nach Gutschilla-Wichtungsformel):  7,6 Punkte.

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