Neueröffnung Nr. 2: Öko-Einkaufstempel für Dresden

In der Woche der großen offiziellen Eröffnungen (siehe Neueröffnung Nr. 1) wurde nun endlich auch die Centrum-Galerie in der Dresdner Prager Straße der Allgemeinheit übergeben. Am 17.9.09 öffnete die Mehrzahl der eingemieteten Geschäfte ihre Tore. Den Vogel schoss vermutlich Media Markt ab, die schon 6 Uhr die wirklich teilweise schon seit der Nacht Schlange stehende, vorrangig junge Gemeinde einließ, die angelockt von groß angekündigten, aber erst an diesem Tag bekanntgegebenen Eröffnungsangeboten zahlreich den Laden fluteten. Eine lange Warteschlange vor dem Star Bucks am Abend zeugte auch davon, dass diese Kette in Dresden anscheinend schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Der erste Eindruck des Centrum-Warenhaus Nachfolgers ist durchaus positiv. Die Architektur besticht optisch zum einen durch die Anlehnung des Hauptgebäudes an das Vorgängerbau durch die unverwechselbare Wabenfassade außen, und zum anderen durch die erfreulich einmalige Innengestaltung mit abstrahierten barocken Ornamenten und einer nicht ausschließlich rechtwinkligen Anordnung der Verkaufsflächen. Der „Anbau“ (der während der Planung aufgrund der großen Nachfrage nötig wurde) ist hauptsächlich durch den größten Mieter der Galerie (Peek & Cloppenburg Weltstadthaus mit 10.000 m²) geprägt. Im Haupthaus muss man teilweise überlegen, ob man nicht doch in der Altmarkt-Galerie ist, da sich einige Ketten doppeln. Im ersten Obergeschoss tummeln sich dann allerdings auch jede Menge Geschäfte, die der Neustadt Konkurrenz machen können. Das alternative Jungvolk darf sich freuen.

Ein Bummel durch die neue Centrum Galerie ist kurzweilig. Es gibt viel zu entdecken, geliebte Marken an nun zentralem Platz lassen Euphorie aufkommen und der ökonomisch geschulte Blick würdigt gut umgesetzte Konzepte. Apropos öko… Neben der Photovoltaikanlage auf dem Dach, sorgen stromsparende Rolltreppen und Aufzüge, Regenwassersysteme unter den Grünflächen der Kita auf dem Dach sowie Nistkästen am Einkaufszentrum für Nachhaltigkeit.

Zur Eröffnung hatte die Galerie an den ersten drei Tagen sinnvollerweise abends bis 22 Uhr geöffnet. Um vom Ansturm der Neugierigen selbst etwas abzufangen, zogen weitere Läden der Prager Straße mit. Die normalen Öffnungszeiten sind allerdings 9:30 bis 20:00, was nicht zur abendlichen Belebung der Prager Straße beitragen dürfte.

Eine Frage allerdings zum Abschluss: Woher kommt eigentlich dieser seltsame Brauch, Centrum mit „C“ schreiben zu müssen?

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