Mach’s mit! Mach’s nach! Mach’s besser: BLOCK-Schokoladen-Eis

18 Oktober 2012

Lebensmittel selber herstellen liegt grade voll im Trend. Und weil es interessant und spaßig ist, sein eigenes Eis zu kreieren, wird kurzerhand die „Gelateria GutscHiLLA“ ins Leben gerufen und ein wenig selbst gepanscht. Angewendet auf einen Kitchen Aid IceCreamMaker.

Man(n) nehme:

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  • 400ml Milch
  • 200ml Sahne
  • 60g Zucker
  • 2 Eier
  • ca. 200g Bitterschokolade (z.B. BLOCK-Schokolade oder Ritter Sport)
  • 1 cl Kirschwasser (eine Verschlusskappe voll)
  • Bauanleitung:

    IMG_3935 Die Milch und die Sahne zusammen in einem Topf geben und erhitzen.
    IMG_3939 Die Schokolade mit in den Topf geben und zum Schmelzen bringen.
    IMG_3943 Eigelb vom Eiweiß trennen und zusammen mit dem Zucker in eine separate Schüssel geben.
    IMG_3949 Eigelb und Zucker gut verrühren und dann mit in den Topf geben. ACHTUNG die Milch darf nicht kochen, sondern sollte so um die 60-70 Grad haben. Andernfalls gerinnt das Ei…
    IMG_3958 Die Masse nun abkühlen lassen und dann für ca. 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dannach kommt das Ganze in die Eismaschine. Und dann noch eine Kappe Kirschwasser hinterher.
    IMG_3985 Wenn die Masse nun schön cremig ist, alles in einen Behälter geben und für ca. 2 Stunden ins Gefrierfach.
    IMG_3989 Schmecken lassen!

    Griechen sprechen jetzt italienisch und nicht jeder der Essen serviert ist ein Kellner

    17 November 2011

    Hier ein Erfahrungsbericht eines Gastautors:

    Ein Ausflug nach Erfurt hatte das Ziel die Altstadt, Krämerbrücke und den Dom. Gekrönt werden sollte dieser Ausflug mit einem Mittagessen beim Griechen. So kam es, dass wir in der Nähe der Krämerbrücke beim „El Greco“ einkehrten. Ein kleines gemütliches Lokal. Nur was war das? Der Kellner, der uns an der Tür empfing, sprach nicht griechisch, auch nicht deutsch, er sprach mich mit „Prego Senioritta“ an und am Tisch angekommen kam wieder was auf italienisch. Naja, dann sind wir eben beim Italiener gelandet. Essen wir halt Pizza. Als wir die Speisekarte in der Hand hielten, war wieder alles okay: doch griechisch. Während wir auf unser Essen warteten, bemerkten wir, dass das junge Pärchen neben uns erst einmal das Besteck reinigen ließen. Da dachten wir schon, na Prost Mahlzeit. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Als das Essen kam, guckten wir erst einmal ziemlich dumm auf die Teller. Die Präsentation war mehr als gewöhnlich. Desweiteren vermißten wir den Salat vorab. Naja gut, vielleicht ist das heute nicht mehr angesagt. Nach dem Essen fragte uns der (Italienischsprechende) Kellner die alles entscheidende Frage. „HAT ES GESCHMECKT?“ Naja, da konnt ich mich nicht zurückhalten und ihm sagen, das es nicht geschmeckt hat. So war es ja auch. Das Fleisch war mehr als nur trocken, zudem vermißten wir das Tzatziki. Meine Frage, ob man es extra bestellen muß, kam nur die Antwort, dass er es in die Küche weiter gibt. Da war er schon etwas genervt. Desweiteren machte ich den Kellner darauf aufmerksam, dass man die Kerzen anzündet, wenn sich der Gast an den Tisch setzt. Na, nun verwirrte er mich aber, denn er war gar nicht der Kellner. Jaja, so hat er uns das gesagt. Ich darauf hin, sagte zu ihm: „Entschuldigen Sie mal, sie haben doch bei uns die Bestellung aufgenommen und uns auch bedient, also sind sie doch der Kellner. Er wieder: „Nein, ich bin nicht der Kellner.“ Ich gab auch den Hinweis, die Musik etwas leiser laufen zu lassen, da sich die Gäste etwas unterhalten wolle. Für unseren Begriff war sie etwas laut, man hätte eher dazu tanzen können. Genervt hat er gesagt, er gibt alles weiter. Ich hab daraufhin gesagt, dass ich bezweifel, dass sich da was ändert. Leider haben wir zum erstenmal kein Trinkgeld gegeben, weil wir der Meinung sind, das dieses Lokal nicht einmal Gäste verdient hat.
    Wir hatten aber doch noch unsere Glücksmomente. An den Domstufen befindet sich ein kleines Cafe, dort gibt es leckeren selbstgebackenen Kuchen und einen wirklich guten Kaffee, und die Bedienung ist dort super nett. Also die Moral von der Geschicht: Meidet das „El Greco“, geht lieber guten Kaffee trinken.


    Kleine Kellnerschule aus Sicht eines Gastes

    23 November 2010

    Allen, die mal in die Situation kommen, als Servicekraft in einem Restaurant zu arbeiten, seien folgende kleine Hinweise mitzugeben.

    – Der Gast wird nicht geduzt (außer vielleicht in einer Studentenkneipe, oder wenn der Gast wirklich sehr jung ist).

    – Auch wenn es noch so eng auf dem Tisch sein sollte: Privatgegenstände (Portemonnaie, Telefon) der Gäste werden nicht berührt, geschweige denn zur Seite geräumt, um irgendetwas auf den Tisch zu stellen.

    – Wenn einem der Kollege schon souffliert, was nach dem Servieren auf dem Tisch noch fehlt (z.B. Worcestersauce), sollte man bei Nichtverstehen diskret nochmal nachfragen, anstelle mit einem „hab ich nicht verstanden“ vom Tisch zu verschwinden und sich anderen Beschäftigungen zu widmen.

    – Man kommt nicht schon zum Abräumen an den Tisch, wenn die Gäste noch Besteck in der Hand halten. Auch durch die Frage, ob alles in Ordnung ist, kann man sich nur noch schwer aus diesem Fettnäpfchen retten, denn danach sollte man eher schon kurz nach dem Servieren der Speisen gefragt haben.

    – Wenn man beim Kassieren die Buchung anders im System durchführt als gewohnt, informiert man wenigstens die Kollegen, damit diese beim Aufbruch der Gäste nicht fälschlicherweise nocheinmal die Rechnung bringen wollen.

    Gegenteiliges Verhalten kommt beim Gast nicht gut an. Erlebt an einem Sonntag im November im Haus-Altmarkt. Der Servicekraft ist zu wünschen, dass sie in der (hoffentlich) vor kurzem erst begonnenen Ausbildung noch viel lernt.


    GutscHiLLA goes Utah: Hell`s Backbone Grill

    16 Oktober 2010

    Hell`s Backbone Grill
    No. 20 North Highway 12
    PO Box 1428
    Boulder, Utah 84716
    435-335-7464

    Mehr durch Zufall sind wir auf dieses Restaurant gestoßen. Auf einem Road Trip durch die Sehenswürdigkeiten der Westküste der USA ging es von LA über den Sequoia National Park, Death Valley, Vegas, diversen anderen National Parks, San Francisco entlang Big Sur zurück nach LA. Auf einer weiteren abgelegenen Straße mitten in Utah waren wir auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Unser wieder einmal freundlicher Printkollege „Lonley Planet USA“ empfahl uns die Boulder Mountain Lodge als eine komfortable Bleibe mit modernen Zimmern und WLAN (ganz wichtig). Der kleine Ort Boulder mit 180 Seelen (was in dieser Gegend glaub ich schon als Großstadt bezeichnet werden kann) ist jetzt nicht grade ein Highlight der Westküste oder Utah, aber das Fleisch und der Wille waren schwach nach einem weiteren stundenlangen Ritt in unserem PS-/Raum-Monster Ford Fusion noch eine Meile zusätzlich zu fahren. Also sollte es die Lodge werden. Ein weiteres schlagkräftiges Argument für diese Entscheidung gab ebenfalls der „Einsame Planet“: Das ortsansässige Restaurant mit dem liebevollen Namen „Hell`s Backbone Grill“ (Von der für den normalen Mitteleuropäer vorherrschenden Hitze an der Westküste ein ganz passender Name). Auf Seite 968 von 1328 heißt es „Hier gibt`s leckere Gerichte, das Fleisch kommt aus der Gegend und das Obst wird im eigenen Garten angebaut.“ Da man ja immer auch mal gerne die lokale Küche testet, klang das ganz verlockend. Vor allem unter dem Gesichtspunkt das es an der Westküste (evt. sogar in der gesamten USA) zwar an jeder Ecke einen Fastfood-Anbieter zu geben scheint, bei dem es mehr oder noch mehr ungesundes da fettiges Essen gibt, war die Aussicht auf Obst mal was ganz besonders Verlockendes. Also bei der netten Frau in der Lodge einchecken, wo wie immer Preise runter handeln angesagt war (hat auch wie so häufig zuvor und danach geklappt) und danach zum Abendmahl ab in den „Höllen Grill“.

     

    Hell's Backbone Grill

    Hell's Backbone Grill

    Bereits die Gegend um die Lodge war sehr entspannend. Viel Natur und Ruhe. So konnten wir schon einige Meter vor dem Eingang -der Grill ist wirklich gleich neben der Lodge- Akustik-Gitarrenklänge vernehmen. Handgemachte Westernmusik…sehr fein. Der Local-Cowboy gab im Restaurant sein bestes und ließ gleich mal etwas Lagerfeuermetalität bei mir aufkommen. Das Restaurant selber ist eine Art Wintergarten, welches schlicht aber trotzdem gemütlich eingerichtet ist. Einfache Holzstühle und ein wie es sich für ein richtiges Restaurant gehört stilvoll gedeckter Tisch (mit Stoffservierte) sowie ein helles aber warmes Licht. Wer sich nur einen Drink einverleiben will, kann dies an einer eigens dafür vorgesehenen Bar tun. In den Abendstunden wenn die Sonne nicht mehr ihr bestes gibt, lädt ein geräumige Terrasse zum Speisen unter freiem Himmel ein. Am Ambiente gibt’s also nicht wirklich etwas auszusetzen: 8 Punkte

    Zum Tisch wird man von der netten Bedienung geleitet. Keine Angst es besteht keine Smokingpflicht. Wir waren mit kurzen Hosen und Wanderschuhen/-sandalen vor Ort. Kaum am Tisch wird einem das obligatorische Eiswasser gereicht, was für diese Gegend wirklich überlebenswichtig ist, da man sich damit nicht zu letzt die überaus zuckerreichen Softdrinks verdünnen muss (noch ein Tipp für alle: In den Fastfoodrestaurants gibt es diese sehr günstig und mit der unbegrenzten Nachfülloption. Deswegen einfach den Becher randvoll mit Eis füllen und nur ein wenig Coke, Dr. Pepper, Mountain View oder was auch immer für Zuckerwasser hinzugeben. Das löscht den Durst besser und schont die Linie).

     

    Lecker: Organic Food

    Lecker: Organic Food

    Beim Blick in die Speisekarte zeigt sich, dass der Reiseführer nicht gelogen hat. Alle Speisen klingen nach „Will ich haben“ und sind nach dem Prinzip „Organic Food“ zubereitet. D.h. alle Produkte kommen aus der näheren Umgebung (teilweise aus dem Garten hinter’m Haus) und werden frisch zubereitet. Ein Beispiel? Hähnchen mit Sose, die mit Trauben gespickt ist und dazu Reis. Einfach nur lecker. Alle 4 bestellten Gerichte haben ausgezeichnet gemundet, was nicht nur daran lag, dass es nach viel Fastfood in den Vortagen mal was ganz besonderes lag. Preislich liegt ein Hauptgericht bei 25-35$, was für die USA ganz normal ist.

    Zusammenfassend ist zu sagen, dass man das Restaurant wirklich nur empfehlen kann. Essen, Getränke, Service super, Ambiente auch gut und preislich alles im Rahmen. Nur ist der Anreiseweg ein wenig lang. Also wenn ihr mal in der Gegend seid, stattet dem feinen Restaurant in Boulder doch einfach mal einen Besuch ab und sagt, dass ihr über http://www.gutschilla.de drauf gestoßen seid 😉

     

     


    Wahlen 2010: Dein Dresdner Lieblinkslokal

    3 Februar 2010

    Es ist wieder so weit. Unter www.sz-online.de/leserwahl kann man wieder dem Lieblinkslokal seine Stimme geben.  Zu gewinnen gibt es 3 Feinschmeckermenüs…mmm.

    Also auf geht’s, pusht euren Liebling auf das Podest!


    Erlebnis Zarenkeller

    30 Dezember 2009

    Weihnachtszeit, Schlemmerzeit. Die Gemütlichkeit steigt, das Bedürfnis mit allen Freunden, Anverwandten, Bekannten und Kollegen vor Jahresende noch einmal gesellig beisammenzusitzen bestimmt den Terminkalender. Hochkonjunktur für die Erlebnisgastronomie.

    Eines der zahlreichen Erlebnisrestaurants in Dresdens Einzugsgebiet ist der Zarenkeller. Angesiedelt in Niederwartha ist das Lokal nicht gerade zentral gelegen. Parkplätze sind vorhanden, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auch (sogar noch Tarifzone Dresden), allerdings nicht ausreichend für einen langen Abend.

    Mag der Name Zarenkeller auch russisch anmuten, ist das Konzept der Lokation rein mittelalterlich angelehnt. Man wird in die Erlebniswelt des Mittelalters entführt (sollte sich aber auch darauf einlassen wollen). Eingelassen wird man als Gruppe, denn der erste Gang des Gastmals (Met aus dem Bullenhorn) wird direkt auf dem Weg zum Tisch erledigt, nachdem man die Hände gewaschen und getrocknet bekommen hat. Da das einzige zur Verfügung stehende Besteck des Abends ein Holzdolch ist und man recht oft seine Hände zum Essen benutzt, ist die Waschung sehr angebracht, auch wenn man in Zeiten der Schweinegrippe ein leicht mulmiges Gefühl dabei hat, über die Reinlichkeit nicht selbst bestimmen zu können. Nachdem man im Stehen seinen Met geschlürft hat, wird man zu seinem Tisch geführt. Die Gasträume sind in einem Kellergewölbe eingerichtet. Mittelalterlich anmutende Holztische und -bänke stehen dicht gedrängt, letztere für verwöhnte Neuzeitgesäße sogar gepolstert. Dass die die Möglichkeiten, seine winterliche Garderobe abzulegen, begrenzt sind, fällt mindestens denjenigen auf, die vor (oder besser unter) einer Jackenansammlung sitzen müssen. Die Beleuchtung ist mittelalterlich passend gestaltet. Kerzen und einige unauffällige, rote Scheinwerfer sorgen für heimelige Stimmung.

    Der Ablauf des Abends ist einfach. Zwischen den einzelnen Gängen des Gastmahles wird man mittelalterlich unterhalten. Zum einen mit Musik, meist mit Dudelsack. Zum anderen mit einem leichten Mitmachprogramm. Wie zünftig gejubelt wird muss da geübt werden und dem Tischnachbarn muss die (recht speckig riechende) Serviette um den Hals gebunden werden. Die bedeutendste Rolle wird allerdings dem Auserwählten zuteil, der das Vorkosten der Speisen zu übernehmen hat. Dieser sollte ein bisschen mitspielen und eine Kostprobe des anstehenden Ganges testen. Wenn er/sie nach 10 Sekunden noch steht, wird serviert. Wenn der/die Auserwählte allerdings eine begriffsstutzige Teenagerin ist, die das mit dem möglichen Gift im Essen allzu wörtlich nimmt, kann man schonmal ein Weilchen auf sein Essen warten, darf derweil aber dem erstaunlichen Schauspiel beiwohnen, wie jemand durch Begriffstutzigkeit und Schnipperei den Unmut der hungrigen Meute auf sich zieht. Die Show und das Ambiente ist passend zu dem, was man sich auf die Fahnen schreibt. Es gibt dafür stimmige 8 Punkte.

    Das von den Testern gebuchte Gastmahl „Entenkeule“ begann wie schon erwähnt mit dem „Met aus dem Bullenhorn“. Zum Genießen war da im Gang wenig Zeit. Das eigentliche Essen beginnt mit „Schätzen aus der Kornkammer mit Schmalz“. Ziel dieses Ganges ist, sich aus einem kleinen Brotlaib einen Suppenteller herauszuessen. Denn es folgt „der Bettelmönche Lieblingsmahl“, was in diesem Falle eine Karottencremesuppe umschreibt. In Kombination mit dem Brot bekommt sie eine erstaunlicherweise mit dem Holzdolch löffelbare Konsistenz. Brot und Suppe geben eine schmackhafte Kombination.
    Als nächstes warten „Wachteln mit Pilzen“. Erstere werden jedem einzeln vom langen Spieß auf den Teller geschoben. Der persönliche Geschmackseindruck war eher nicht überwältigend. Die süßliche Marinade außen hatte kaum würzenden Einfluss auf das innere des Fleisches. Die Pilze dagegen waren recht würzig. Der Hauptgang bestand aus einer „Entenkeule mit Knödeln und Rotkohl“. Dazu wurde Sauce gereicht. Es gehörte schon etwas Geschicklichkeit dazu, sich eine Esstechnik anzueignen, bei der man nicht vor dem Sättigungsgefühl keinen Bock mehr auf das Gemansche hatte. Mit etwas Fingerfertigkeit hatte man nur die Ente zu betatschen.
    Der Abend war nun schon weit fortgeschritten. Da man irgendwie immer auf Essen warten musste, schien man immer noch Hunger zu haben. Aber der Höhepunkt war nun auch im Programm erreicht. Angekündigt durch einen betäubenden Petrolium-Terpentin-Erdölproduktgestank bildete eine Feuerschlucker/-spucker Darbietung den Abschluss der Showunterhaltung. Hitze und mangelnder Sauerstoff machten die Aktion allerdings eher zu bedrohlich, als dass man sie hätte genießen können. Nachglimmender Putz an der Gewölbedecke trug dann auch nicht zur Behaglichkeit bei. Als herbeigesehnter Abschluss des Gastmahls wurde „Mächthilds Jungfernspeis“ serviert: ein halber Eisstern im Waffelschälchen. Man erinnert sich, in einem ähnlichen Erlebnisrestaurant in Dresden vor Jahren bereits die gleiche Nachspeise serviert bekommen zu haben. Fazit des Essens. Sehr mäßig (5 Punkte). Wenig Gaumenkitzel, Genuss wird eigentlich schon durch das Essen mit dem Holzdolch im Keim erstickt und so üppig erscheint einem das Gastmahl im nachhinein nicht.

    Der Preis für dieses Menü scheint mit 29,90€ in Anbetracht der Speisenqualität nicht gerechtfertigt, wobei man dabei ja auch die Bespaßung durch Musiker und Schausteller mitbezahlt. Die Getränkepreise sind auch eher gehoben, denn ein Weizen schlägt schon mit 3,50€ zu Buche. 4 Punkte für das Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Der Service ist freundlich. Niemand bleibt auf dem Trockenen sitzen, vorausgesetzt man zeigt den leeren Füllstand der Tonkrüge durch auf-den-Kopf-stellen an. Einige Gäste werden zwischendurch gebeten, beim Servieren einiger der Gänge zu helfen. Der Service wird mit erwartungsgemäßen 7 Punkten bewertet.

    Der Zarenkeller lebt sicherlich gut von großen Familien- und Betriebsfeiern, der Gesamteindruck ist allerdings nicht überwältigend. Diese Form Erlebnisrestaurant ist für Runden geeignet, bei denen es an Gesprächsstoff mangelt und man froh ist, mit Musik und Unterhaltung die Gesprächsthemen gleich mit geliefert zu bekommen. Wenn man sich allerdings wirklich grade unterhält, ist die laute Musik eher störend. Die Gesamtnote (nach Gutschilla-Wichtungsformel):  5,9 Punkte.


    Landhaus Lockwitzgrund Gutschein: Maimenü `09

    7 Mai 2009
    Maimenü 2009 (Landhaus Lockwitzgrund)

    Maimenü 2009 Landhaus Lockwitzgrund (einfach ausdrucken und einlösen)

    Spät aber trotzdem. Mittlerweile ist bereits eine Woche nach Veröffentlichung des Mai-Gutscheins vergangen, aber er soll unseren Lesern nicht vorenthalten werden. Das Landhaus Lockwitzgrund hat wieder sehr interessant klingende Köstlichkeiten in der Menüfolge zusammengestellt. Diese sind mit dem nebenstehenden Gutschein (der in der pluSZ vom 30.4.09 zu finden war) zum Schnäppchenpreis von 35€ für 2 Personen zu haben. Also: Ran an den Speck. Denn wie bereits (mehrmals) getestet, ist es einfach ein Gaumenschmaus.


    Landhaus Lockwitzgrund Gutschein: Aprilmenü `09

    28 März 2009
    Aprilmenü 2009 (Landhaus Lockwitzgrund)

    Aprilmenü 2009 Landhaus Lockwitzgrund (einfach ausdrucken und einlösen)

    Wer ein aufmerksamer Tageszeitungsleser ist, hat immer mal wieder die Möglichkeit auf ganz besondere Angebote zu stoßen. So zum Beispiel auf einen Gutschein des Landhaus Lockwitzgrund, welches zu einem der Top-GutscHiLLA-Restaurants zählt.
    Der Sächischen Zeitung liegt jeden Donnerstag die pluSZ (jetzt auch als Digitalversion zum kostenlosen Download) bei. Dies ist ein Veranstaltungsmagazin in dem neben Terminen zu den Partys, Kinos, Bühnen u.v.m. in Dresden und Umgebung vor allem die Gastronomieszene eine Plattform findet. Jeden letzten Donnerstag im Monat befindet sich ein besonderer Gutschein im Heft, auf den ich immer sehnsüchtig warte: Das Menü des Monats vom Landhaus Lockwitzgrund.
    Jeden Monat bietet der Lockwitzgrund ein neues 5-Gänge-Menü für 2 Personen und dies zu einem Gutscheinpreis von 35,-€. Alle bisherigen Selbsttest verliefen soooooo positiv, dass ich diese „Sparmenüs“ nur weiterempfehlen kann.


    Gutschilla goes Britain: Das Porters in London

    15 Februar 2009

    PORTERS
    – English Restaurant –
    17 Henrietta Street
    Covent Garden
    London
    WC2E 8QH
    Tel: 020 7836 6466
    Fax: 020 7379 4296
    e-mail: neil@porters.uk.com
    www.porters.uk.com

    Lonely Planet -London (Ausgabe 2008)

    In Zeiten der Billigflieger ist es für viele ja schon zur Gewohnheit geworden einfach mal in den Flieger zu steigen und ab in die europäischen Metropolen zu jetten und diesen einen Kurzbesuch abzustatten. Und da Ryanair ein sensationell gutes Angebot hatte (Hinflug: Berlin-London 19,99€ Rückflug: London-Berlin 0,01€ zzgl. Tax und Gebühren), musste die Billigfliegerei doch mal ausprobiert werden. Mit im Gepäck mein treuer Reiseführer „London“ von Lonley Planet (die Ausgabe „Frankreich“ hat mir bereits eine angenehme und alternative Reise durch unser westliches Nachbarland beschert). Nach aller Umherlauferei und Sight seeking seeing  plagt einem natürlich der Hunger. Und um nicht in einem der mittelmäßigen Toursitenabzockeläden zu versacken, wurde der „Einsame Planet“ einfach mal befragt. Die englische Küche (also landestypisch) sollte es sein.

    Als…nun ja…Geheimtip wurde das „Porters“ unweit des Covent Gardens empfohlen. Ab in den Underground und hin ins Porters und bereits im Eingangsbereich deutet sich an, dass der „Geheimtipp“ vielleicht doch nicht ganz so geheim war. Aber sei`s drum, einfach mal sein bestes british english ausgepackt und die Dame (Platzanweiserin) am Empfang befragt. So zwischen 15 und 45 Minuten kann es schon dauern, ehe man einen Tisch für 4 Personen ergattern kann. Mmmm…grenzwertig. Aber die nette Dame bot uns an, unseren Namen zu notieren und uns im Auge zu behalten. Gerne könnten wir auch noch mal ins Getümmmel (Covent Garden ist ein Gebiet, in dem sich junge Briten und Touris treffen und feiern) und etwas später wieder kommen.

    Covent Garden - Die Partyzone Londons

    Covent Garden - Die Partyzone Londons

    Gesagt, getan…ca. 45 Minuten später zweiter Versuch im Porters. Und leider wieder kein Glück: immer noch 30 Minuten Wartezeit. Um sich diese Zeit zu verkürzen kann man sich einfach an die im Eingang befindliche Bar hocken und eines der seltenen Ales oder Biere ausprobieren. Preislich liegen die Alkoholikas in etwa im  deutschen Durchschnitt. Für ein Pint Guinness werden 3£, also ca. 3,35€. Importbiere wie Becks sind natürlich etwas preisintensiver (300 ml ebenfalls 3£), aber vielleicht auch nicht so interessant auf Grund der Fülle von heimischen  Ales. Die netten Barkeeper lassen sich an dieser Stelle mal besonders erwähnen. Anders als schon häufig erlebt, sind diese zu Touristen sehr höflich, hilfsbereit und ab und zu für einen kleinen Spass zu haben. Bei der Warterei an der Bar fiel uns dann auf, dass der neue amerikanische Präsident „Barack Obama“ auch als Platzanweiser im Porters arbeitet (zumindest sah dieser dem Präsidenten verdammt ähnlich und auch Gestik und Mimik waren zum verwechseln ähnlich). Leider wurde versäumt mal ein Bild zu schießen…so rufe ich alle auf, mir ein Bild zukommen zu lassen, sofern ein Porters-Besuch abgehalten wird und Barack gerade Schicht hat. Nach knapp einer Stunde war es dann soweit…ein Tisch wurde frei. Wir wurden dort hin geleitet und hörten auf dem Weg mehrfache „apologize“ für die lange Wartezeit. Dabei war diese durch das Triple-B (Barkeeper, Barack und Bier) eigentlich sehr kurzweilig. Normalerweise hätten wir unsere Getränke beim Verlassen der Bar zahlen müssen. Nun war es so, dass in der Bar-Kasse kein Wechselgeld vorhanden war, so dass wir uns mit dem Barkeeper einigten (was ohne Probleme geschah), dass wir unsere offene Barrechung beim Verlassen des Lokals begleichen werden. Wie ich finde eine sehr mutiger Deal, da es ein einfaches gewesen wäre nach dem Essen das Porters einfach zu verlassen und die Zeche an der Bar zu prellen (aber dazu später mehr). Nicht nur auf Grund dieses lässigen und vertrauensvollen Umgangs mit dem Gast (noch mal wir waren deutsche Touris…in einem englischen Restaurant…in London) erhält der Service von mir 9 Punkte. Auch die Servicekräfte jenseits der Bar waren trotz der Fülle im Laden immer noch sehr zuvorkommend und agierten sehr angemessen. (Die 9 Punkte wurden später auch von der Tischbedienung bekräftigt.)

    Das Porters: Englische Küche für Jedermann?!?

    Unser Tisch befand sich im Unter- geschoss des Hauses. Die Einrichtung passte sehr gut zum Charme des etwas zu groß geratenen britischen Pubs. Viel Holz, ein flauschiger Teppichboden und an der Decke hängende Stühle. Nicht benötigte Sitzmöbel werden einfach eine Etage höher gehängt…sehr witziger Anblick, wenn man sich auch fragt, was wohl ein deutscher Beamter zu diesem Gefahrenherd sagen würde.  Aber andere Länder, andere Sitten. Letztendlich war alles recht sauber (mal abgesehen von einem heruntergefallenen Messer, welches sich neben dem Tisch befand und nicht bemerkt und somit nicht beseitigt wurde) und stimmig. Für den Mix aus Restaurant- und Pub-atmosphäre werden 7 Punkte vergeben.  Und dann ging es zum eigentlichen Testballon: der britischen Küche. Bisher waren mir nur Horrorstories über die kulinarischen Entgleisungen der Nicht-Kontinental-Europäer zu Ohren gekommen. Und mit dem Satz von Obelix (aus dem Film: Asterix und die Briten) im Hinterkopf „Iiiii, Wildschweinbraten mit Minzsoße. Die spinnen die Briten.“ war der Blick auf die Speisekarte schon eine Art Mutprobe. Doch siehe da: Alles was da so im Angebot war, klag recht lecker. Auch wenn man sich unter „pudding“- oder „pie“-Formen der Hauptspeisen sich so nichts recht vorstellen kann. Aber die Bestandteile des Puddings und des Kuchens klangen sehr annehmbar. Und so ging es los: Shepherd’s Pie und Steak and Kidney Pudding (für Bilder einfach Links nutzen) sollten es sein. Der flinke, nette und kompetente Kellner flog auch gleich los und nach einer dem Füllstatus des Restaurants geschuldeten, annehmbaren Wartezeit wurde die Überraschungsbombe an den Tisch gebracht. Trotz der skurrilen Form des Essens, war dieses wider allen Erwartungen äußerst lecker. Die Würze war super, die Beilage (Chips) passte hervorragend und  auch die Menge voll und ganz ausreichend. Zum Nachtisch wurde auch gleich noch ein Stück Chocolate Fudge Cake (Schoko-Kuchen) geordert. Dieser war vergleichbar mit der Trüffeltorte aus einem Starbucks…also sehr süß. Alles in allem rundete der Kuchen das delikate Mahl ab. Für die Speisen kann man getrost 8 Punkte vergeben, allein weil ich eine solche Qualität nicht erwartet hatte…Prädikat empfehlenswert. Auch preislich liegen die Gerichte mit ca. 12£ bzw. 3,95£ für den Kuchen in einem annehmbaren Rahmen. Man sollte immer bedenken, dass Lebensmittel nirgends so günstig sind wie in Deutschland. Auch der momentane £-Kurs macht das Essen recht erschwinglich. Essens- und Getränkepreise verdienen ebenfalls 7,5 Punkte.

    So nach dem zahlen der Rechnung machten wir uns auf den Weg in Richtung Ausgang. Wie bereits oben erwähnt, hatten wir ja noch eine offene Rechnung an der Bar zu begleichen. Und da wir ehrliche Leute sind und der Auffassung, dass man auch das bezahlen muss, was man konsumiert hat, ging es schnurstracks zum charmanten Barmann. Dort angekommen, gab es für uns eine Überraschung. Der gute Mann teilte uns mit, dass die Getränke mit auf der Rechnung standen, die wir am Tisch erhalten hatten. Wir machten ihm klar, dass dies nicht stimmen kann, da wir am Tisch nur die dort verzehrten Sachen bezahlt haben. Etwas verunsichert hielt er Rücksprache mit dem Tischkellner…immer sehr charmant und mit einem Schmunzeln im Gesicht. Wieder das selbe Ergebnis…die Rechnung sollte bereits beglichen sein. Es wäre nun ein leichtes gewesen zu sagen: „Ok, good bye.“ Ich sagte ja bereits, dass wir ehrliche Menschen sind und wir wollten auf keinen Fall der Bar einen Fehlbetrag in der Endabrechnung zurücklassen. Wir beharrten darauf, unsere Getränke zu bezahlen. Also noch einmal sein bestes Englisch ausgepackt und ihn mit „I don’t know who paid, but I didn’t.“  doch noch überzeugt. Sollte jemand tatsächlich unsere Rechnung versehentlich beglichen haben…dann „thank you“. Hat die Bar eben ein deftiges (aber verdientes) Trinkgeld von uns bekommen.

    Als Fazit bleibt: Wer London einen Besuch abstattet und es auch auf die englische Küche abgesehen haben sollte, dem sei das Porters wärmstens empfohlen. Keine Spur von Touristenabzocke, leckeres Essen zu annehmbaren Preisen, ein charmantes Ambiente und passender Service konnten uns überzeugen.  Mit einer Gesamtnote von 8,1 ist das Porters auf Anhieb in die Top 3 meiner besuchten Restaurants gerutscht. Relativierend ist zu sagen, dass dies auch den Umständen geschuldet ist, dass sich das Porters entgegen vorheriger Skepsis gegenüber der englischen Küche so positiv präsentierte.

    An dieser Stelle sei auf ein spezielles Angebot hingewiesen: Auf der Internetseite des Porters kann man ein Ticket für eine Fahrt mit dem „London Eye“ in Kombination mit einer Tischreservierung für das Porters buchen. Wie ich finde für jeden London-Touristen eine interessante Offerte. In diesem Sinne…bravo Porters…thank you very much.


    Brunch im Königshof Dresden, der zweite

    26 Dezember 2008

    Um das weihnachtliche Schlemmen komplett zu machen, stand in diesem Jahr der Weihnachtsbrunch im Four Points Hotel Königshof zu Dresden auf dem Programm. Da die bisherigen Erfahrungen gut ausgefallen sind, waren die Erwartungen entsprechend hoch. Um den Gesamteindruck vorweg zu nehmen: Diesmal war es nicht mehr ganz so schön. Aber nun zu den Details.

    Der Brunch findet im Ballsaal des Hauses statt. Dieser denkmalgeschützte Saal im Stil der Neorenaissance aus dem Jahr 1888 ist ein architektonisches Kleinod. Die sehr gut restaurierten Fresken und Stuckarbeiten schmücken den Saal und seine Bühne. Von dort erklingt live gespielte Pianomusik, die zur netten Amosphäre beiträgt. Die Tischdeko mit großen Kandelabern ist der Jahreszeit entsprechend weihnachtlich gehalten. Nachteilig für die Atmosphäre sind allerdings die großen Tische. An einem runden Tisch für acht bis zehn Personen ist die Konversation leicht eingeschränkt. Da man, falls man nicht gleich acht bis zehn Personen dabei hat, zu Fremden platziert wird, ist die Gemütlichkeit eigentlich vollends hin. Für größere Familien allerdings geeignet. Insgesamt reicht es zu 7 von 10 Punkten.

    Das Büffet ist im Nebenraum aufgebaut. Im Gegensatz zu dem vor gut einem Jahr getesteten Brunch dieser Lokalität wurde der Schwerpunkt auf Mittagsgerichte gelegt. Das Frühstücksangebot fällt mit Wurst- und Schnittkäseplatten, Pasteten, Baguette oder Müsli mit Joghurt eher mager aus. Wer auf sein Frühstücksei nicht verzichten will, ist hier leider falsch aufgehoben. Über Salat und Antipasti kommt man recht schnell zu den warmen Gerichten. Diese sind allerdings sehr umfangreich. Zwei Suppen stehen bereit, in diesem Falle sächsische Kartoffelsuppe oder Tomaten-Consommé. Pasta mit Tomatensoße. Gänsebraten, Hirsch, Lachs oder Lamm (?), dazu Knödel oder Kartoffeln und junges Gemüse oder Rotkohl. Insgesamt alles sehr schmackhaft. Zum Nachtisch steht neben Obst und Stollen (von dem man leider zu Weihnachten kaum noch ein Stück anrühren kann) diverser Kuchen bereit. Wer beim Brunch gerne auch mal Pudding oder Mousse genießt, findet leider nichts dergleichen. Insgesamt alles solide Handwerkskunst (8 Punkte).

    Das Schlemmen ist mit 21€ pro Person im Vergleich zu anderen Angeboten recht teuer. Im Preis inbegriffen sind der Begrüßungssekt bzw. -orangensaft, Tee und Kaffee. Leider wird man darauf vorher nicht hingewiesen. Andere Getränke von der Karte sind preislich mittelmäßig (zum Beispiel: Cappuccino 2,50€). (4 Punkte)

    Beim Essen fühlt man sich gut umsorgt. Das freundliche, ja herzliche Personal lässt niemanden auf dem Trockenen sitzen. Auch die leeren Teller werden prompt entfernt, um Platz für Nachschub zu schaffen. Die persönliche Servicekraft nahm es mit Humor, als sie die Rechnung mehrmals überarbeiten musste. Zunächst war der Brunch-Preis nicht mit aufgeführt, was ihr sofort aufgrund der geringen Summe auffiel, dann fehlten noch Getränke, worauf dann der ehrliche Kunde hinweist. Zum Service gehört auch das Küchenpersonal, das am Büffet stetig für Nachschub sorgt und bei Fragen zum Speisenangebot zu Hilfe eilt. Der Wohlfühlservice bekommt 9 Punkte.

    Insgesamt ist die Flat-Rate-Schlemmerei eine angenehme Angelegenheit, wobei wohl eher für den dickeren Geldbeutel geeignet. Die Gesamtnote (nach Gutschilla-Wichtungsformel):  7,6 Punkte.